Der Wunsch, anderen Menschen zu helfen, ist in vielen Menschen tief verankert. So entscheiden sich jährlich mehrere Tausend junge Abiturienten dazu, ein Medizin Studium aufzunehmen. Doch wie gestaltet sich solch ein Studium und welche Inhalte werden vermittelt? Wie lange dauert es und was ist, wenn man sich auf eine bestimmte medizinische Richtung spezialisieren möchte? Diese und weitere Fragen werden im Folgenden beantwortet.
Aufbau eines Medizin Studiums
Wer Arzt werden möchte, muss an einer Universität Medizin studieren. Das Studium ist nur an Allgemeinen Hochschulen und nicht etwa als Fernstudium möglich. Es dauert in der Regelstudienzeit 12 ½ Semester und setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Die Zulassung wird in jedem Jahr durch einen neu berechneten Numerus Clausus und über eine zentrale Vergabestelle deutschlandweit geregelt. Grob vereinfacht unterteilt sich das Studium in einen vorklinischen und einen klinischen Teil sowie in verschiedene Praktika. Im vorklinischen Teil des Medizinstudiums müssen 14 Veranstaltungen absolviert werden, in denen die Grundlage der Natur- und Sozialwissenschaften vermittelt werden. Zu diesen Veranstaltungen zählen etwa Kurse zur Biochemie, Anatomie, medizinischen Psychologie, Soziologie, Medizinische Terminologie, Physik, Chemie und auch Biologie. Am Ende der Vorklinik steht der erste Abschnitt der ärztlichen Prüfung.
Der klinische Teil des Studiums geht in den einzelnen Veranstaltungen expliziter auf die verschiedenen Fachgebiete der Medizin, wie etwa auf die Innere Medizin, die Rechtsmedizin, die Gynäkologie/Urologie, die Humangenetik, die Pharmazie und viele weitere Gebiete ein.
Verschiedene Praktika
Da der Beruf des Arztes am Menschen ausgeübt wird, zählen verschiedene Praktika zum Studium. Die Famulatur, die sich aus zwei bis drei Praktika in einer Klinik und einer ärztlichen Praxis zusammensetzt, muss in der vorlesungsfreien Zeit in insgesamt 16 Wochen vor Beginn des Praktischen Jahres abgeleistet werden. Das Praktische Jahr umfasst das letzte Studienjahr und umfasst drei Abschnitt, jeweils einen zur Inneren Medizin, einen zur Chirurgie und einen zur Allgemeinmedizin oder einem anderen klinischpraktischen Fachgebiet. Eine Spezialisierung auf ein Fachgebiet kann bereits während des Studiums erfolgen.